Prayer for Israel
 
 

ISRAEL - Pray landscape
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  Inhaltsverzeichnis                                                                                                                                                           

    1. Wesswegen beten wir für Israel
    2.
Welchen Sinn und Zweck hat dieses Gebet für Israel
    3.
Israel, der Augapfel Gottes
    4. Welcher Segen wird freigesetzt für uns
    5. Gottes Wege für Israel
    6.
Impressionen aus dem Land Israel
    7. Informationen aus dem Land Israel
    8.
Wichtige Ereignisse (aus Biblischer Perspektive)
    9.
Der Stammbaum Israel
  10. Diverses aus dem Land Israel
 

 

 

 

    
 
 
 
 
 
Lassen SIE sich nicht vom Gebet abbringen. Ringen Sie im Gebet für ISRAEL!
 
 
   
  • GOTT, JESUS CHRISTUS liebt es, wenn wir Israel segnen und unterstützen
   
  • Israel ist das verheissene Land Gottes, seid Grundlegung der Welt auserwählt
   
  • Israel ist der Augapfel Gottes
   
  • Israel hat eine biblische Vergangenheit und eine biblische Zukunft.
    Eine Verheissung die ewiglich bestehen bleibt, denn so sagt es die Bibel.
   
  • Israel ist die Nation mit dem mit dem Gott den 1. Bund geschlossen hat. Dieses Volk ist das ausgewählte Volk unter den Völktern
   
 
 
     
 
 
 
 
                         
 
 
                                                                                                  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Wort - die Bibel sagt:
   
  • Wer Israel SEGNET, wird selbst GESEGNET werden!
     
  • JESUS CHRISTUS, sein Name soll verherrlicht werden
     
  • JESUS CHRISTUS, er soll auf der ganzen Welt bekannt gemacht werden
     
  • JESUS CHRISTUS, Dein persönlicher Retter für die Ewigkeit
     
  • JESUS CHRISTUS, Dein Dich so liebender Vater/Tochter

 

   
   
  • Geistiger Schutz des Landes Israel
     
  • Geistiger Schutz der Bevölkerung
     
  • Geistiger Schutz für messianische Juden Christen

 

 

 

   
 


 
  • Schutz für Versorgung
     
  • Kraft und Stärkung für Dich
     
  • Trost und Mut
     

 

 


 

 

 

Ohne Worte

 

 

 

 

 

 

                                                                                                  

 

 

 

 
 
 
 
Israel, der Augapfel YAHWE's/GOTTES
 
  • 12  Denn so spricht der HERR der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt hat, über die Nationen, die euch geplündert haben - denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.

    13  Ja siehe, ich werde meine Hand über sie schwingen, und sie sollen ihren Knechten zur Beute werden. Und ihr werdet erkennen, daß der HERR der Heerscharen mich gesandt hat.

    14  Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht der HERR.

    15  Und an jenem Tag werden viele Nationen sich dem HERRN anschließen. So werden sie mein Volk sein. Und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, daß der HERR der Heerscharen mich zu dir gesandt hat.

    16  Und der HERR wird Juda als sein Erbteil besitzen im heiligen Land und wird Jerusalem aufs neue erwählen.

    17  Alles Fleisch schweige vor dem HERRN! Denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.

    Sacharia 2,12-17 (Elberfelder)

     
 

 


 

 

 

 
 
 

 

 
 
Konsequenzen
 
  • 16 Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden, und alle deine Bedränger sollen insgesamt in die Gefangenschaft gehen.
         Und deine Plünderer sollen der Plünderung anheimfallen, und alle, die dich beraubt haben, werde ich dem Raub preisgeben.

    Jeremia 30,16 (Elberfelder)

 

 


 

 

 

 
   
 

 

Beachte:
 
  • 16 Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden, und alle deine Bedränger sollen insgesamt in die Gefangenschaft gehen.
         Und deine Plünderer sollen der Plünderung anheimfallen, und alle, die dich beraubt haben, werde ich dem Raub preisgeben.

    Jeremia 30,16 (Elberfelder)

 

 


 

 

 

 
 
  • Jedes Mal, wenn eine Nation sich an Israel "vergreift" oder negativ zu Israel etwas plant, wird diese Nation heimgesucht. Sei es von Naturkatastrophen, von finanziellen Katastrophen, Seuchen oder Hungersnöten und Erdbeben.
    Schaue darauf und erkenne, dass es meistens keine 24-48 Stunden dauert, bis diese Geschehnisse eintreten.
 

 

ISRAEL & JERUSALEM: History aus biblischer Sicht
  Abrahams Berufung und Wanderung nach Kanaan: 1. Mose 12. 1-9
 
  • 1 Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.
    2 Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.
    3 Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle
       Geschlechter der Erde Segen erlangen.

    4 Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran fortzog.
    5 Abram nahm seine Frau Sarai mit, seinen Neffen Lot und alle ihre Habe, die sie erworben hatten, und die Knechte und Mägde,
       die sie in Haran gewonnen hatten. Sie wanderten nach Kanaan aus und kamen dort an.
    6 Abram zog durch das Land bis zur Stätte von Sichem, bis zur Orakeleiche. Die Kanaaniter waren damals im Land.
    7 Der Herr erschien Abram und sprach: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land. Dort baute er dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar.

    1. Mose 12. 1-7 (Elberfelder)

  Gottes Verheißung an Abraham: 1. Mose 15,14-18
 
  • 14 Nachdem sich Lot von Abram getrennt hatte, sprach der Herr zu Abram: Blick auf und schau von der Stelle,
        an der du stehst, nach Norden und Süden, nach Osten und Westen.
    15 Das ganze Land nämlich, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen für immer geben.
    16 Ich mache deine Nachkommen zahlreich wie den Staub auf der Erde. Nur wer den Staub auf der Erde zählen kann, wird auch deine Nachkommen zählen können.

    1. Mose 13. 14-16 (Elberfelder)

     

  Gottes Bund mit Abraham: 1. Mose 15,1-21
 
  • 18 An diesem Tag schloß der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat,

    1. Mose 15. 18 (Elberfelder)

  Kein Rechtsanspruch Israels auf das Land: 5. Mose 9,1-8
 
  • 4 Wenn der Herr, dein Gott, sie vor dir herjagt, sollst du nicht meinen: Ich bin im Recht, daher läßt mich der Herr in das Land hineinziehen und es in Besitz nehmen; diese Völker sind im Unrecht, daher vertreibt sie der Herr vor mir.
    5 Denn nicht, weil du im Recht bist und die richtige Gesinnung hast, kannst du in ihr Land hineinziehen und es in Besitz nehmen. Vielmehr vertreibt der Herr, dein Gott, diese Völker vor dir, weil sie im Unrecht sind und weil der Herr die Zusage einlösen will, die er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob mit einem Schwur bekräftigt hat.
    6 Du sollst erkennen: Du bist ein halsstarriges Volk. Daher kann dir der Herr, dein Gott, dieses prächtige Land nicht etwa aufgrund eines Rechtsanspruchs geben, damit du es in Besitz nimmst.

    5. Mose 9. 4-6 (Elberfelder)

  Die Eroberung des Landes: 1,1 - 12,24
 
  • Der Befehl zur Besetzung des Westjordanlandes: 1,1-18

    1   Nachdem Mose, der Knecht des Herrn, gestorben war, sagte der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, dem Diener des Mose:
    2   Mein Knecht Mose ist gestorben. Mach dich also auf den Weg, und zieh über den Jordan hier mit diesem ganzen Volk in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, geben werde.
    3   Jeden Ort, den euer Fuß betreten wird, gebe ich euch, wie ich es Mose versprochen habe.
    4   Euer Gebiet soll von der Steppe und vom Libanon an bis zum großen Strom, zum Eufrat, reichen - das ist das ganze Land der Hetiter - und bis hin zum großen Meer, wo die Sonne untergeht.
    5   Niemand wird dir Widerstand leisten können, solange du lebst. Wie ich mit Mose war, will ich auch mit dir sein. Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.
    6   Sei mutig und stark! Denn du sollst diesem Volk das Land zum Besitz geben, von dem du weißt: Ich habe ihren Vätern geschworen, es ihnen zu geben.
    7   Sei nur mutig und stark, und achte genau darauf, daß du ganz nach der Weisung handelst, die mein Knecht Mose dir gegeben hat. Weich nicht nach rechts und nicht nach links davon ab, damit du Erfolg hast in allem, was du unternimmst.
    8   Über dieses Gesetzbuch sollst du immer reden und Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, genau so zu handeln, wie darin geschrieben steht. Dann wirst du auf deinem Weg Glück und Erfolg haben.
    9   Habe ich dir nicht befohlen: Sei mutig und stark? Fürchte dich also nicht, und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du unternimmst.
    10 Da befahl Josua den Listenführern im Volk:
    11 Geht durch das Lager, und befehlt den Leuten: Versorgt euch mit Lebensmitteln; denn in drei Tagen werdet ihr den Jordan hier überschreiten, um in das Land hineinzuziehen und es in Besitz zu nehmen, das der Herr, euer Gott, euch zu eigen gibt.

    Josua 1.1-11 (Elberfelder)

  Die Ruhe in der neugewonnenen Heimat: 21,43 - 22,9
 
  • 43 So gab der Herr Israel das ganze Land, das er ihren Vätern mit einem Eid zugesichert hatte. Sie nahmen es in Besitz und wohnten darin.
    44 Und der Herr verschaffte ihnen Ruhe ringsum, genau so, wie er es ihren Vätern mit einem Eid zugesichert hatte. Keiner von all ihren Feinden konnte ihnen Widerstand leisten; alle ihre Feinde gab der Herr in ihre Gewalt.
    45 Keine von all den Zusagen, die der Herr dem Haus Israel gegeben hatte, war ausgeblieben; jede war in Erfüllung gegangen.

    Josua 21.43-45 (Elberfelder)

   
 

 


 

 

 

 
 
  • JERUSALEM: Das Spezielle

    Sie müssen kein Bibelgelehrter sein, um durch die oben genannten Bibelverse schnell zu realisieren, dass das Land Israel in der Tat das LAND ist, das Gott seinem Volk vor 4000 Jahren versprochen hat, und das Gott dieses Versprechen 1385 v. Christus erfüllt hat, als Josua das Land in Besitz nahm.

    1947 wurde nun wie in der Bibel vorhergesagt, auch dieser neue Grundstein GOTTES gelegt. Was hunderte Jahre verstreut war, ist wieder zusammen gefügt worden, durch Gottes grosse und wunderbare Hand.

     
   

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                  

 

 

 
Segen für Israel und die Welt
 
  • 14 damit der Segen Abrahams in Christus Jesus zu den Nationen komme, damit wir die Verheißung des Geistes durch den Glauben empfingen.

    Galalter 3,14 (Elberfelder)

     

 
  • 3 Denn ich werde Wasser gießen auf das durstige und Bäche auf das trockene <Land>.
       Ich werde meinen Geist ausgießen auf deine Nachkommen und meinen Segen auf deine Sprößlinge.

    Jesaja 44,3 (Elberfelder)

     

 
  • 16 Darum ist es aus Glauben, daß es nach Gnade <gehe>, damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist,

    17 wie geschrieben steht: "Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt" - vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft,
         wie wenn es da wäre.

    Römer 4, 16-17 (Elberfelder)

     

 

 


 

 

 

 
   
 

 

es 44,3

 

 

 

 

                                                                                                  

 

 

 

Gottes Wege für Israel - Auserwählung aus biblischer Sicht
 


      Agenda

1    Einleitung...................................................................................

2    Gottes Liebe zu Israel und die Erwählung Israel's............................

3    Israel: Gottes Bundesvolk.............................................................

4    Die Bestimmung des Landes Israel................................................

5    Die Feindschaft gegen Israel.........................................................

6    Umsetzung Die Wiederherstellung und die Erweckung Israels...........

7    Die Wiederherstellung und die Erweckung Israels............................

8    Die Zukunft Israels......................................................................

9    Literaturverzeichnis......................................................................

        (studieren Sie Gottes Weg, den er seinem Volk bereitet hat)

 
 

 

 

 

 refr/10.12.2011
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Einleitung
 

 

  • Schalom

    Israel ist im Alten und im Neuen Testament das Volk der Bibel. Und durch dieses Volk und die Bibel haben wir den Glauben an den dreieinigen Gott empfangen. Wer sich dem Gott Israels zuwendet, der sich als Schöpfer von Himmel und Erde vorgestellt hat, bekommt auch eine neue, innere Verbindung zum erstberufenen Volk.

    Es geht darum, zum Thema Israel und zu Gottes Plan mit dem jüdischen Volk und allen Völkern zu erfahren. Es stellt nach jedem Abschnitt Fragen, die gewinnbringend auch in Gruppen bearbeitet werden können. Die vielen angeführten Bibelstellen belegen oder bereichern die Aussagen. Es lohnt sich, sie nachzuschlagen. Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Gedanken zu jedem Thema festzuhalten.

    Die einzelnen Themen dienen als Gesprächsgrundlage. Es wird heute in den Medien viel über Israel veröffentlicht, sodass alle heute reflektierte oder nicht reflektierte Meinungen über Israel kennen.

    Das kann zu hitzigen Diskussionen fuhren. Wir mochten betonen, dass wir uns auf die Bibel abstützen. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich gezeigt, wie vertrauenswürdig sie ist und dass die Verheissungen Gottes sich wirklich erfüllen. Wir distanzieren uns damit von humanistischen (der Mensch im Zentrum) Gedanken, die oft den Israel kritischen Ansichten zu Grunde liegen. Die Zitate aus der Bibel sind der Einheitsübersetzung entnommen, die Bibelstellen rechts sind aus der Elberfelder Übersethung entnommen.

    Wir wünschen Gottes Segen beim Studium.

   

 

 

 

 
 
   

zum Inhaltsverzeichnis

 

 

 

2. Gottes Liebe zu Israel und die Erwählung Israel's
 

 

  • «Mit ewiger Liebe habe ich dich (Israel) geliebt, darum habe ich dir so lange die Treue bewahrt.» (Jer. 31, 3b) Ein starkes Wort: Gott hat Israel geliebt und liebt es immer noch. Gott hat diese Liebe auch verglichen mit der nächsten und tiefsten menschlichen Beziehung: «Denn dein Schöpfer ist dein Gemahl (dem Ehegatte).» (Jes. 54, 5) Und Er beschreibt seine Liebe zu Israel mit der Wertschatzung und Schutzbedürftigkeit eines kostbaren Sinnesorganes: «Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.» (Sach. 2, 12) Aber es kommt noch viel starker: Gott hat Israel aus allen Volkern der Erde auserwählt und für dieses Volk eine Sonderstellung vorgesehen. «Dich hat der Herr, dein Gott, ausgewählt, damit du unter allen Vol­kern, die auf der Erde leben, das Volk wirst, das Ihm persönlich gehört. Nicht weil ihr zahlreicher als die andern Volker wartet... Ihr seid das kleinste unter allen Volkern.» (5. Mose 7, 6-7)

    Wenn man beide Verse liest, sieht man, dass sich diese Erwählung nicht auf  natürlichem Vorzuge stutzt. Gott hat unbegründet so entschieden. Die   Erwählung   Israels   nahm   bei   Abraham   ihren   Anfang   (zirka 2000 v. Chr.). Es gibt dazu eine grundlegende, wichtige Bibelstelle: (1. Mose 12, 1-3)

    «Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem grossen Volk machen, dich segnen und deinen Namen gross machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.»  Israel wird ein grosses, gesegnetes Volk sein und für alle Menschen zum Segensvermittler werden. Aber an Israel werden sich die Menschen scheiden. Einige werden Israel Gutes wünschen, andere werden Israel verwünschen. Diese Segensverheissung wurde den Erzvätern Abraham, Isaak (seinem Sohn) und Jakob (seinem Enkel) bestätigt und betrifft alle Nachkommen aus dieser Linie, das heisst das Volk Israel mit den 12 Stämmen. (Psalm 105, 8-10)

    Die Auserwählung hat Israel sehr einsam gemacht. Seine Geschichte ist über Tausende von Jahren, insbesondere auch durch die Zeit der Kirchengeschichte, gezeichnet von Blut und Tranen. Die Erwählung Israels ist ein Problem für alle Menschen: Für Israel selber: Es verfallt in Hochmut (Wir sind auserwählt) oder Verzweiflung (Wahren wir doch wie alle andern). Für die Menschen aus den Volkern: Ich hasse sie (Die meinen, sie seien besser), oder ich beneide sie (Ware ich doch auch jüdisch). Die Erwählung ist aus Gottes Souveränität entstanden. Sie ist unwiderruflich (Rom. 11, 28-29) und kann von uns Menschen nicht erklärt werden.

 


 

  Gedanken / Fragen
   
   
  • 1. Liebt Gott nur Israel? Liebt Er auch mich? (Joh. 3, 16 Offb. 1, 5b)

    2. Wie wird die Beziehung zwischen Gott und den Christen beschrieben? (Joh. 10, 27-28)
        Was sagt Er über die Gläubigen aus den Nationen (1. Petr. 2, 9-10)

    3. Wie empfindest du und wie reagierst du auf die unwiderrufliche Erwählung Israels?

    4. Hast du dich schon festgelegt, ob du Israel segnen oder verwünschen willst?

 

 

 

 

   
   

 

 

 

 
 


3
Der HERR ist ihm von ferne erschienen: "Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir <meine> Güte bewahrt. Jer. 31, 3b

 

5 Denn dein Gemahl ist dein Schöpfer, HERR der Heerscharen ist sein Name, und dein Erlöser ist der Heilige Israels: Gott der ganzen Erde wird er genannt. Jes. 54, 5

  12 Denn so spricht der HERR der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt hat, über die Nationen, die euch geplündert haben - denn wer euch antastet, tastet meinen  Augapfel an. Sach. 2, 12
 

6 Denn du bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt, daß du ihm als Eigentumsvolk gehörst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind
7 Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt - ihr seid ja das geringste unter allen Völkern.
5. Mose 7, 6-7

 

1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde
2 Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.
3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter  der Erde! 1. Mose 12, 1-3

 

8 Er gedenkt ewig seines Bundes - des Wortes, das er geboten hat auf tausend Geschlechter hin
9 den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak
10 Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, Israel zum ewigen Bund, Psalm 105, 8-10

 

28 Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte um der Väter willen.
29 Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.Rom. 11, 28-29
 

   
 


16
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Joh. 3, 16

 

5 und von Jesus Christus, <der> der treue Zeuge <ist>, der Erstgeborene der Toten  und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst  hat durch sein Blut.Offb. 1, 5b

 

28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit[Ab], und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.  
29 Mein Vater, der <sie> mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann <sie> aus der Hand <meines> Vaters rauben. Joh. 10, 27-28

 

9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat;
10 die ihr einst "nicht ein Volk" wart, jetzt aber ein Volk Gottes seid; die ihr "nicht Barmherzigkeit empfangen hattet", jetzt aber Barmherzigkeit empfangen habt.1. Petr. 2, 9-10

   
 

 

zum Inhaltsverzeichnis

 

 

 

3. Israel: Gottes Bundesvolk
 

 

  • In der Bibel sind mehrere Bündnisse zwischen Gott und Israel beschrieben. Der Bund mit Abraham «lch (Gott) schliesse meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, einen ewigen Bund.» (1. Mose 17, 7) Der Bund ist ein Segensbund, wie wir schon in (1. Mose 12, 1-3) gesehen haben

    Der Bund ist fast bedingungslos für Abraham, ausser, dass er aus seinen früheren Beziehungen (Land, Verwandtschaft, Familie) aussteigen und alle männlichen Nachkommen beschneiden muss. Es ist ein ewiger Bund, der für die Kinder Abrahams über Isaaks Linie (1. Mose 17, 21) gilt. Die Beschneidung ist das Bundeszeichen. Der Bund mit Moses und dem Volk Israel. Beim Auszug aus Ägypten unter der Leitung von Mose wurden die Nach­kommen Abrahams in der Wuste zu einem Volk, mit dem Gott wieder einen Bund schloss. «Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hort und meinen Bund haltet, werdet ihr unter den Volkern mein ganz besonderes Eigentum sein. Mir gehört die ganze Erde, ihr aber solIt mir als ein Reich von Priestern und als ein heiliges Volk gehören.» (2. Mose 19, 5-6)

    Wieder eine hohe Berufung. Aber sie wird nur Realität, wenn das Volk Israel seinem Gott gehorcht. Zwei Kapitel in der Bibel sprechen lang und breit über die Folgen von Israels Verhalten. Sie werden «Segen oder Fluch» genannt: (3. Mose 26) und
    (5. Mose 28)
    . Es lohnt sich, eines dieser Kapitel durchzulesen. Der Bund mit Moses und dem Volk Israel ist ein Segensbund mit Bedingungen.

 

 

   
 

 

  • 3.1 Welcher Bund gilt nun für Israel?

    Beide: Der bedingungslose Abrahams-bund und der Mosesbund mit Bedingungen. Wir verstehen jetzt, warum Israel nie ganz verworfen werden kann (Rom. 11, 2), aber für sein Versagen und seine Untreue auch bestraft wird. Übrigens hat Gott mit keinem andern Volk einen gleichartigen Bund abgeschlossen. Deshalb merke dir: Israel ist Gottes Bundesvolk. Erstaunlicherweise spricht das Alte Testament von einem neuen Bund, der einmal kommen soll: «lch (Gott) werde mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schliessen. Nicht wie den Bund, den ich mit ihren Vätern (unter Mose) geschlossen habe... Diesen meinen Bund haben sie gebrochen.» (Jer. 31, 31-32) Jesus erklärt uns, dass Er den neuen Bund durch seinen stellvertretenden Tod ermöglicht hat, damit viele (alle, die wollen) diesen Bund annehmen können. Es geht dabei um die Vergebung der Sünden und den direkten Zugang zu Gott. - «Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sunden.» (Matth. 26, 28)

     

   
 

 

  • 3.2 Gilt der neue Bund auch für Israel?

    Er gilt für jeden Menschen, der Jesus als Erlöser annehmen will. So haben ihn auch schon viele Juden/lsraeli angenommen. Interessanterweise hat Israel aber auch als Volk eine Verheissung, die sich noch nicht erfüllt hat. «...dann wird ganz Israel gerettet werden...» (Rom. 11, 26-27) Schon im Alten Testament wurde das erwähnt: (Ez. 36,25-27) und (Jes. 45,17)
     

    Die Verheissung für König David, dass immer ein König aus seinem Haus auf dem Thron sitzen werde (2. Sam. 7, 16) wird in (Ps. 89, 4-5) als Bund bezeichnet. Mit (Luk. 1, 32-33) und (Ez. 37, 25) bezieht sich dieser Bund auf die ewige Königsherrschaft von Jesus.

     

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   
   
  • 1. Denkst Du, dass die jüdischen Menschen ihre Bündnisse mit Gott kennen?

    2. Kennst du Ereignisse aus der jurischen Geschichte, die dem Abrahams-bund oder dem Mosesbund zuzurechnen sind?

    3. Kein Volk hat über Jahrtausende soviel gelitten wie Israel. Kannst du nachempfinden, was für Gedanken jurische
        Menschen über ihre Identität und ihre Geschichte haben?

    4. Hast du deine Beziehung zu Jesus schon einmal als Bund betrachtet? 


 

 

 

 
 

 

7 Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch <alle> ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir. 1. Mose 17, 7

 

1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde
2
Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.
3
Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!  1. Mose 12, 1-3

 

21 Aber meinen Bund werde ich mit Isaak aufrichten, den Sara dir im nächsten Jahr um diese Zeit gebären wird. 1. Mose 17, 21

  5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde.
6
Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern  und eine heilige Nation sein.  Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst. 2. Mose 19, 5-6
 
   
   

 

  2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat. Oder wißt ihr nicht, was die Schrift bei Elia sagt? Wie er vor Gott auftritt gegen Israel: Rom. 11, 2
 

31 Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund.
32
nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand faßte, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, - diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr[A] war, spricht der HERR. Jer. 31, 31-32

  28 Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele  vergossen wird zur Vergebung der Sünden Matth. 26, 28

 

   
   
  26 und so wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: "Es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden;
27
und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde. Rom. 11, 26-27
 

25 Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen werde ich euch reinigen. 
26 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.
27
Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, daß ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.
Ez. 36,25-27

 

17 Israel findet Rettung in dem HERRN, ewige Rettung. Ihr werdet nicht zuschanden und nicht zunichte werden in alle Ewigkeiten. Jes. 45,17

 

16 Dein Haus aber und dein Königtum sollen vor dir Bestand haben für ewig, dein Thron soll feststehen für ewig. 2. Sam. 7, 16

  4 Einen Bund habe ich mit meinem Auserwählten geschlossen, habe David, meinem Knecht, geschworen;
5 "Bis in Ewigkeit will ich deiner Nachkommenschaft Bestand geben und für alle Geschlechter bauen deinen Thron. Ps. 89, 4-5
 

32 Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben 33 und er wird über das Haus Jakobs herrschen  in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein. Luk. 1, 32-33

 

25 Und sie werden in dem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben; und sie werden darin wohnen, sie und ihre Kinder und ihre Kindeskinder, bis in Ewigkeit; und mein Knecht David wird ihr Fürst sein für ewig. Ez. 37, 25

   
 

 

 

 

 

 

 

 

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4. Die Bestimmung des Landes Israel
 

 

  • Das Land Israel wurde auch besonders auserwählt und den Nachkommen Abrahams für immer zugesagt (1. Mose 13, 15), das heisst Volk und Land Israel gehören  zusammen. In der Bibel steht 47 mal, dass Gott geschworen habe, das Land dem Volk Israel zu geben. Diese starken Worte weisen darauf hin, dass das bestritten sein wird. Im Plan von Gott geht es letztlich um die Heilung der Folgen des Sündenfalls, der Trennung zwischen Gott und den Menschen. Das Volk Israel im Land Israel wird gebraucht, damit die Versöhnung durch Jesus geschehen kann. 

    Die Grenzen des berufenen Landes werden Abraham genannt: Vom Grenzbach Ägyptens bis zum grossen Strom, dem Euphrat (1. Mose 15,18). Möglicherweise betrifft diese Angabe alle Sohne Ab­rahams, auch die der Nebenfrauen. In der Verheissung für Israels Zukunft (Ez. 47, 15ff) sind die Grenzen beschrieben, wie sie ungefähr heute existieren; im Norden etwas mehr und im Suden vielleicht etwas weniger Land.  

     

     

     

    Die heutigen Ausmasse des Staates Israel sind: Nord-Sud 400 km, West-Ost bis 105 km und umfassen 21000, bzw 27000 km2 (mit Judä'a und Samaria). Israel ist also ein sehr kleines Land (halb so gross wie die Schweiz mit 41000km2).

    Fast alle ausser den bibelgläubigen Menschen sind heute überzeugt, dass man das Land Israel teilen soll: in ein jüdisch regiertes Israel und ein arabisches Palästina. Vielen ist das Bibelwort nicht bekannt: «lch (Gott) werde mit ihnen (den Volkern) im Gericht streiten, um Israel, mein Volk, und um meinen Erbbesitz, denn sie haben es unter die Volker zerstreut und mein Land aufgeteilt.» (Joel 4, 2)  

    Den Arabern (in Israel nennt man sie heute Palästinenser) hat Gott auch grosse Verheissungen gegeben (1. Mose 17), 20/Olreichtum). Sie dürfen in Israel wohnen und Land vererben (Ez. 47, 22), wenn sie sich dem judischen Volk und dem Gott Israels unterstellen. Letztlich werden sie mit Israel zusammen Gott dienen (Jes. 19, 23-25).

     

    Der Islam ist heute der bitterste Feind Israels. Aus der Geschichte ist das verständlich, da Israel über 1000 Jahre von islamischen Herrschern (allerdings nicht von Jerusalem aus) regiert wurde. Für viele Muslime stellt sich die Frage, ob Allah oder der Gott Israels der wahre Gott ist. Dass Israel durch Kriege und Verhandlungen (seit 1948) nicht eingenommen werden konnte, ist für sie ein grosses Ärgernis.

    Wir haben gesehen, dass das Volk und das Land Israel wichtig sind im Plan von Gott für diese Welt. Das bedeutet nicht, dass das Volk Israel ungestraft im Ungehorsam leben darf (Mosesbund). Die schlimmsten Strafen waren:  

    - Einnahme des Nordreichs von Israel und Wegführung in die Verbannung nach Assyrien (722 v. Chr.). 

    - Zerstörung des Tempels in Jerusalem (586 v. Chr.) und 70-jahrige Verbannung nach Babylon. Beides war die Folge des Abfalls von Gott und des Götzendienstes. 

    Zerstörung des 2. Tempels (70 n. Chr.) und Zerstreuung unter die Vol­ker (Verbot für Juden in Jerusalem zu wohnen nach 135 n. Chr.) für gegen 2000 Jahre, nachdem die Herrschenden Israels Jesus abgelehnt hatten.

     

     

  Fragen / Gedanken
   
  • 1. Hast du realisiert, dass auch das Land Israel berufen ist und von Gott «mein» Land genannt wird (Joel 4, 2)

    2. Hast Du Hoffnung für die Araber, auch wenn man Israel das Land überlasst, das ihm zugesagt wurde?

    3. Befürwortest du politische Konsequenzen für unser Land (UNO Abstimmungen, Aussenpolitik gegenüber Israel, den Palästinensern und den arabischen Staaten)?

    4. Sollen Christen Stellung beziehen? Gilt die Bibel auch für Entscheidungen im Aussenministerium?

     

   

 

 

 

 
   

15 Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinen Nachkommen für ewig. 1. Mose 13, 15

 

 

   
 

18 An jenem Tag schloß der HERR einen Bund  mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens an bis zum großen Strom, dem Euphratstrom.  1. Mose 15,18

 

15 Und das ist die Grenze des Landes: Auf der Nordseite, vom großen Meer an, in der Richtung auf Hetlon, bis man nach Hamat kommt, nach Zedad hin,..... Ez. 47, 15ff

 

 

   
  2 dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat  hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils  Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt. Joel 4, 2
 

 

   

22 Und es soll geschehen: Ihr sollt es als Erbteil verlosen unter euch und den Fremden, die sich in eurer Mitte aufhalten, die in eurer Mitte Söhne gezeugt haben. Und sie sollen euch gelten wie Einheimische unter den Söhnen Israel. Mit euch sollen sie <es> als Erbteil durch das Los erhalten mitten unter den Stämmen Israels.
Ez. 47, 22

 

23 An jenem Tag wird es eine Straße von Ägypten nach Assur geben. Assur wird nach Ägypten und die Ägypter nach Assur kommen, und die Ägypter werden mit Assur <dem HERRN> dienen. 24 An jenem Tag wird Israel der Dritte sein mit Ägypten und mit Assur, ein Segen inmitten der Erde. 25 Denn der HERR der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assur, meiner Hände Werk, und Israel, mein Erbteil! Jes. 19, 23-25

   
   
   

 

 

 

 

 

   
  2 dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat  hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils  Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt. Joel 4, 2
   
   

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5. Die Feindschaft gegen Israel
 

 

  • Solange es Israel gibt, gibt es Feinde von Israel. Das Volk litt in Ägypten (Mose/Pharao), in Persien (Esther/Haman) und im Römerreich (Claudius, Titus). Hat die Feindschaft gegen Israel unter christlichen Herrschern aufgehört? Leider nein. Die Kirchenvater haben durch Jahrhunderte unbegreiflich hart zur Verfolgung aufgerufen. Luther hat im vorgerückten Alter diese Verurteilung der Juden übernommen. Die Nationalsozialisten haben mit seinen Worten den Holocaust begründet. Über die letzten 2000 Jahre erlebten die Juden in der Zerstreuung durch Christen Benachteiligung, Beraubung, Vergewaltigung, Vertreibung und Ermordung.

    Die dunkle Nacht waren die Jahre 1938-45, als im Holocaust 6 Millionen europäische Juden ermordet wurden, die meisten aus Polen und aus der Ukraine. Davon waren 11/2 Millionen Kinder und Jugendliche.

    Heute sind die Muslime die grössten Feinde Israels, indem sie den Ho­locaust leugnen und zur Ausrottung des Staates Israel aufrufen. Auch die Palästinenser (Hamas und Fatah) anerkennen den Staat Israel nicht. Zunehmend klagt auch die UNO Israel an. Aber wer Israels Feind ist, stellt sich gegen Gott und seinen Plan:

    Der Herr macht die Plane der Volker zunichte. Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen. (Psalm 33, 10-11).

    Wer zum Gott Israels gehören will, kann sich nicht zu den Feinden Is­raels zahlen. Auch im Wissen, dass Israel noch nicht in seine Berufung eingetreten ist, muss man anerkennen, dass sich der Staat Israel auffallend ernsthaft um Recht und Gerechtigkeit bemüht. Man muss auch zur Kenntnis nehmen, dass die Muslime lügen dürfen, wenn es für sie vorteilhaft ist.

    Die Feindschaft gegen Israel wird bis zur Wiederkunft von Jesus andauern, ja es ist vorausgesagt, dass alle Volker gegen Israel kämpfen werden. Alle Volker werden sich gegen Israel verbunden. (Sach. 12, Iff)

    Christen dürfen insbesondere Pauschalverurteilungen nicht annehmen:

    - «Die Juden sind doch die Christusmörder.» Dem kann mehrfach widersprochen werden: Pilatus war kein Jude, nur die Führer Israels haben Jesus abgelehnt, Jesus hat sein Leben freiwillig hingegeben (Joh. 10,18), jeder Sünder auf der Welt hat seinen Tod mit verursacht.

    - Die Gemeinde von Jesus ist doch jetzt das auserwählte Volk. Die Juden sind «verflucht». Man nennt das Ersatztheologie. Wer diese Lehre annimmt, macht Gottes Verheissungen für Israel ungültig und Gott unglaubwürdig (man konnte sich auf seine Versprechen nicht verlassen). Paulus sagt: Keineswegs (Rom. 11, 1-2)! Die Konsequenz der Ersatztheologie ist, dass man Israel wie jedes andere Volk betrachtet und höchstens evangelisieren will. Damit geht Israel einsam durch viel Leiden.

     

    Allen Feinden Israels ist furchtbare Strafe von Gott angedroht: Denn je­des Volk, das dir (Israel) nicht dient, geht zugrunde, die Volker werden völlig vernichtet. (Jes. 60, 12).

    Viele Christen wundern sich, weshalb die Israeli heute immer wieder kämpfen müssen. So ist es vorausgesagt: (Jes. 41, 8-15): Dreimal sagt ihnen hier Gott: Furchte dich nicht, Israel, Ich helfe dir.

     

     

     

     

     

     

     

     

 

 

  Gedanken / Fragen
   
  • 1. Ist dir eigenes, antisemitisches (anti judisches, antizionistisches, anti israelisches) Denken bewusst geworden, und willst du das völlig aufgeben?

    2. Hast du schon einmal Pauschalverurteilungen von Juden, von Israel, gehört?

    3. Wie willst du deine Haltung zu Israel formulieren, wenn im Gespräch mit Kollegen dieses Thema aufkommt?

    4. Was sagst du zu deinem Mann und/oder deinen Söhnen, wenn auch die Schweizer Armee gegen Israel in den Krieg ziehen will?


 

 

 

 
   
  10 Der HERR macht zunichte den Ratschluß der Nationen, er vereitelt die Gedanken der Völker.
11 Der Ratschluß des HERRN hat ewig Bestand, die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu Geschlecht. Psalm 33, 10-11
 

1 Ausspruch, Wort des HERRN über Israel. Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet..... Sach. 12ff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen. Joh. 10,18

 

1 Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen! Denn auch ich bin ein Israelit aus der Nachkommenschaft Abrahams, vom Stamm Benjamin.
2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat. Oder wißt ihr nicht, was die Schrift bei Elia sagt? Wie er vor Gott auftritt gegen Israel: Rom. 11, 1-2

 

 

12 Denn die Nation und das Königreich, die dir nicht dienen wollen, werden zugrunde gehen. Diese Nationen werden verheert werden, ja verheert. Jes. 60, 12

 

8 Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, Nachkomme Abrahams, meines Freundes
9 du, den ich ergriffen von den Enden der Erde und von ihren fernsten Gegenden her gerufen habe, zu dem ich sprach: Mein Knecht bist du, ich habe dich erwählt und nicht verworfen,
10 fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit
11 Siehe, beschämt und zuschanden werden alle, die <in Feindschaft> gegen dich entbrannt sind. Es werden wie nichts und gehen zugrunde die Männer, die den Rechtsstreit mit dir führen
12 Du wirst sie suchen und nicht finden, die Männer, die mit dir zanken. Wie nichts und wie Nichtigkeit werden die Männer, die mit dir Krieg führen
13 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine Rechte ergreift, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht! Ich, ich helfe dir!
14 Fürchte dich nicht, du Wurm Jakob, du Häuflein  Israel! Ich, ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels
15 Siehe, ich habe dich zu einem scharfen, neuen Dreschschlitten gemacht, mit Doppelschneiden versehen: du wirst Berge dreschen und zermalmen und Hügel der Spreu gleichmachen. Jes. 41, 8-15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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6. Umsetzung Die Wiederherstellung und die Erweckung Israels
 

 

  • Die Erwählung Israels ist eigentlich eine Berufung. Sie sollen im Land Israel Gott als sein Volk dienen. Ezechiel sieht es so voraus: Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das Ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein Volk sein und Ich werde euer Gott sein. Ez. 36, 28 Die Gläubigen in den Nationen haben ebenso eine Berufung: Sie sollen Gottes Volk sein, das in den Nationen Gott dient. Heute haben einige Christen/innen den Wunsch, die andere Berufung anzunehmen. Das ist Rebellion und stösst mit Recht auf Ablehnung bei Christen und Christinnen. Wer denkt, alle mussten die jüdischen Feste feiern (man darf sie feiern), muss zur Kenntnis nehmen, dass sich die jüdischen Feste auf den Auszug aus Ägypten beziehen, die christlichen auf Jesus. Wer das Halten des Sabbats befürwortet, sei auf (Rom. 14, 5) hingewiesen.

    Als Gottes Volk gehören wir zusammen. Aber Juden werden durch den Glauben nicht der christlichen Kirche zugefugt, sondern die Christen/ innen werden in den Ölbaum Israels eingepflanzt (Rom. 11,17ff). Chris­ten gehören zu Israel, aber sie sind nicht Israel.

    Schon immer sind einige Juden zum Glauben an Jesus gekommen. Seit dem 6-Tage Krieg (1967) hat sich diese Zahl in und ausserhalb Israels vervielfacht. Man nennt sie messianische Juden. Sie treffen sich heute oft in betont jüdischen Gemeinden. Sie sind für Christen eine Freude, für die meisten Israeli ein riesiges Problem (nach der jahrhundertel angen Verfolgung). Es ist vorgesehen, dass messianische Juden und Christen sich gegenseitig anerkennen, eins werden und ihre verschiedenen Berufungen leben. (Eph. 2, 14-17).

    Die ersten jüdischen Gläubigen haben im Apostelkonzil (Apg. 15, 28-29) den nichtjüdischen zugestanden, dass sie nicht jüdisch werden müssen. Heute suchen die messianischen Juden als Juden ihren Glauben an Jesus zu leben.

    Man beachte, dass auch in Zukunft Juden und Nichtjuden unterschieden werden, zum Beispiel in der Offenbarung: 144 000 Menschen aus Israel und eine grosse Schar, die niemand zahlen kann, aus allen Nationen... und Sprachen (Offb. 7, 4-9).

    Das Zentrum von Israel ist die Hauptstadt Jerusalem. Dort hat sich das Leiden, die Auferstehung und die Auffahrt von Jesus ereignet, und dorthin wird Er auch zurückkehren. Deshalb wird Jerusalem in der Bibel als Hauptstadt der Welt betrachtet. Man sagt, es sei die am meisten umkämpfte Stadt der Welt: 26-mal eingenommen, 19-mal zerstört. Auch heute wird um sie gestritten. Man will sie teilen oder ganz einnehmen. Immer neue Plane wird vorgelegt und diskutiert. Israel ist einsam und angefochten. Es braucht die Unterstützung der Bibelgläubigen aus den Nationen. Sie werden das aus Dankbarkeit gerne auf sich nehmen: Paulus schreibt: Wenn die Heiden an ihren (Israels) geistlichen Gütern Anteil erhalten haben, (durch sie gesegnet wurden), so sind sie auch verpflichtet, ihnen mit irdischen Gütern (mit allem, was sie haben) zu dienen. (Rom. 15, 27)

    Die Gläubigen aus den Nationen unterstützen Israel heute durch Fürbitte (Israel Gebetskreise), Gaben für die Bedürftigen in Israel und in der Zerstreuung, Mithilfe bei der Alijah (Ruckwanderungshilfe für Arme, um in Israel einzuwandern), den Kauf von Israelprodukten und durch Medienarbeit.

     

   
  • 1. Hast du dich bisher für die Vorgänge in Israel interessiert? Hast du Israel schon einmal besucht?
    Was ist dir dort besonders auf gefallen?

    2. Hast du deine eigene Berufung angenommen und Israels Berufung bewusst anerkannt?

    3. Kennst du messianische Juden? Wie erlebst du sie?

    4. Hast du dich schon entschlossen, Israel zu dienen? Wie konnte das für dich aussehen?


 

 

 

 
 

5 Der eine hält einen Tag vor dem anderen[b], der andere aber hält jeden Tag <gleich>. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt!  Rom. 14, 5

 

17 Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen worden sind  und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden bist….. Rom. 11,17ff

 

14 Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht  und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen
15 Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen  beseitigt, um die zwei - Frieden stiftend - in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen
16 und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat.
17 Und er kam und hat Frieden verkündigt  euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.
Eph. 2, 14-17

 

28 Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke:
29 euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun. Lebt wohl!" Apg. 15, 28-29

 

4 Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144000 Versiegelte, aus jedem Stamm der Söhne Israels [a].   a) Kap. 14,1
5 Aus dem Stamm Juda[a] 12000 Versiegelte, aus dem Stamm Ruben[b] 12000, aus dem Stamm Gad[c] 12000,   a) 1Mo 29,35  b) 1Mo 29,32  c) 1Mo 30,11
6 aus dem Stamm Asser[a] 12000, aus dem Stamm Naftali[b] 12000, aus dem Stamm Manasse[c] 12000,   a) 1Mo 30,13  b) 1Mo 30,8  c) 1Mo 41,51
7 aus dem Stamm Simeon[a] 12000, aus dem Stamm Levi[b] 12000, aus dem Stamm Issaschar[c] 12000,   a) 1Mo 29,33  b) 1Mo 29,34  c) 1Mo 30,18
8 aus dem Stamm Sebulon[a] 12000, aus dem Stamm Josef[b] 12000, aus dem Stamm Benjamin[c] 12000 Versiegelte.   a) 1Mo 30,20  b) 1Mo 30,24  c) 1Mo 35,18
9 Nach diesem sah ich: und siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern[a] und Palmen in ihren Händen.   a) Kap. 3,4.5
Offb. 7, 4-9

 

27 Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen <Güter> teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen. Rom. 15, 27

   

 

 

 

 

 

   
 

 

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7. Die Wiederherstellung und die Erweckung Israels
 

 

  • Das Schreiben dieser Projektarbeit hat mich gefordert und manchmal habe ich mich gefragt, auf welcher Handlungsebene wohl meine eigenen Schwierigkeiten liegen. Alle drei Handlungsebenen waren meiner Meinung nach, je nach Thematik, beteiligt. Weitere Alltagsaufgaben, die auch zu meinem Leben gehören, erschwerten das Schreiben der Arbeit noch zusätzlich. 

    Während unserer Lebenszeit bewirkt Gott etwas noch nie Dagewesenes. Es ist der grösste Eingriff in die Menschheitsgeschichte seit der Zeit von Jesus. Seltsamerweise leben die meisten Christen völlig daran vorbei. Es ist die Sammlung des jüdischen Volkes in Israel, die Rückwanderung aus der weltweiten Zerstreuung. Nach 135 n. Chr. durfte kein Jude mehr in Jerusalem wohnen. Viele waren schon vorher umgebracht oder weggeführt worden (Zerstörung des 2. Tempels 70 n. Chr.) Es ist unglaublich, dass das jüdische Volk die fast 2000-jahrige Zerstreu­ung überlebt hat. Geschah es durch ihre Gesetzestreue oder die Feindschaft der Volker? Oder war es ein unerklärlicher Schutz? Seit 1882 kommen die jüdischen Menschen in Wellen nach Israel zurück. Seit dem 14. Mai 1948 gibt es einen Staat Israel. Dass die Juden sich aus gegen 150 Nationen zusammenfinden und irgendwie zusammenleben können (mit ihren verschiedenen Sprachen und Kulturen) und durch ihre vielen Feinde nicht vertrieben wurden, sind weitere wunderbare Geschehnisse.

    Zurzeit sind 5,5 Millionen Einwohner in Israel jüdisch. Man rechnet weltweit mit ungefähr 20 Millionen Juden/innen, die nach dem israelischen Ruckkehrgesetz nach Israel einwandern durften. Nach Ansicht der orthodoxen Juden darf nur einwandern, wer durch die Mutter jüdisch ist, das heisst gegen 14 Millionen.

    Die Wiederherstellung Israels ist die Erfüllung der Worte der alten Propheten Israels. Dutzende Male wurde ihnen gesagt, dass Israel wieder zurückkehren wird aus allen Himmelsrichtungen, sogar vom Ende der Erde (5. Mose, 30, 3-5 und Jes. 43, 5-6). Die Sammlung ist Gottes Ini­tiative, zu seiner Ehre, und wird oft mit dem Satz eingeleitet: Ich wende euer Geschick...

    Die Rückkehr der Juden nach Israel ist nur ein Schritt in ihre Berufung. Es braucht dazu noch die Bundeserneuerung: Wir wollen dein Volk sein und du allein sollst unser Gott sein. Und die Herzenserneuerung durch die Begegnung mit Jesus, dem Retter. Das heisst Israel braucht drei Schritte, um in seine Berufung zu kommen, wahrend die Menschen aus den Nationen nur Umkehr und Annahme von Jesus bedürfen, also einen Schritt.

    - Im Alten Testament wird mehrfach gesagt, dass Nichtjuden den Juden helfen werden zurückzukehren (Jes. 49, 22). Besonders notwendig ist diese Hilfe für die armen Juden weltweit, insbesondere diejenigen, .die noch im Gebiet der früheren Sowjetunion zerstreut sind. Da der Holocaust geschehen ist und die Judenfeindlichkeit weiter vorhanden ist, besteht auch eine Dringlichkeit zu helfen.

    - Die Bundeserneuerung muss Israel als ganzes Volk selber vornehmen. Wir können nur ermutigen, dass Gott immer wieder geholfen hat, wenn Israel schuldbewusst zu Ihm zurückgekehrt ist.

    - Die Herzenserneuerung wird vor sich gehen, wenn Jesus zu ihnen sagen wird: Ich bin Jesus, euer Bruder. Entsprechend der Begegnung der Bruder mit Josef in Ägypten: Ich bin Josef, euer Bruder... Denn um Leben zu erhalten, hat mich Gott vor euch hergeschickt. (1. Mose 45, 4-5).

    Den Christen wurde nicht gesagt, die Juden zu missionieren, sondern das Evangelium zu den Grenzen der Erde zu bringen. Ausnahmen wird es immer wieder geben, sodass einzelne jüdische Menschen durch Chris­ten zum Glauben kommen. Einzigartig wird das auferweckte Israel in (Ez. 36, 24-27) und (Ez. 37, 1-14) beschrieben.

     

     

     

     

     

     

     

     

   
 
  • 1. Hast du dich schon einmal mit der Sammlung des jüdischen Volkes in Israel befasst?

    2. Meistens sind Einwanderer nach drei Generationen in einem Land völlig assimiliert. Kannst du darüber staunen, dass Israel weltweit die 2000-jahrige Zerstreuung überlebt hat?

    3. Unterstützest du ein Israel Hilfswerk? Welches und weshalb?

     

 

 

 

 
 

 


4 Da sagte Josef zu seinen Brüdern: Tretet doch zu mir heran! Und sie traten heran. Und er sagte: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt.
5 Und nun seid nicht bekümmert, und werdet nicht zornig <auf euch selbst>, daß ihr mich hierher verkauft habt! Denn zur Erhaltung des Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt.
1. Mose 45, 4-5

 

24 Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen.  
25 Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen werde ich euch reinigen
26 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben
27 Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, daß ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.
Ez. 36, 24-27

 

 

Die Vision von den Totengebeinen

1 Die Hand des HERRN kam über mich, und er führte mich im Geist  des HERRN hinaus und ließ mich nieder mitten im Tal; und dieses war voller Gebeine
2 Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber; und siehe, es waren sehr viele auf der Fläche des Tales, und siehe, sie waren sehr vertrocknet.
3 Und er sprach zu mir: Menschensohn, werden diese Gebeine <wieder> lebendig? Und ich sagte: Herr, HERR, du weißt es.  
4 Da sprach er zu mir: Weissage über diese Gebeine und sage zu ihnen: Ihr vertrockneten Gebeine, hört das Wort des HERRN!

5 So spricht der Herr, HERR, zu diesen Gebeinen: Siehe, ich bringe Odem in euch, daß ihr <wieder> lebendig werdet
6 Und ich lege Sehnen an euch und lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut, und ich gebe Odem  in euch, daß ihr <wieder> lebendig werdet. Und ihr werdet erkennen, daß ich der HERR bin
7 Und ich weissagte, wie mir befohlen war. Da entstand ein Geräusch, als ich weissagte, und siehe, ein Getöse: und die Gebeine rückten zusammen, Gebein an Gebein.  
8 Und ich sah, und siehe, <es entstanden> Sehnen an ihnen, und Fleisch wuchs, und Haut zog sich über sie oben darüber; aber es war <noch> kein Odem in ihnen
9 Und er sprach zu mir: Weissage dem Odem, weissage, Menschensohn, und sprich zu dem Odem: So spricht der Herr, HERR: Komm von den vier Winden her, du Odem, und hauche diese Erschlagenen an, daß sie <wieder> lebendig werden!  
10 Da weissagte ich, wie er mir befohlen hatte; und der Odem kam in sie, und sie wurden <wieder> lebendig und standen auf ihren Füßen, ein sehr, sehr großes Heer
11 Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine, sie sind das ganze Haus Israel. Siehe, sie sagen: Unsere Gebeine sind vertrocknet, und unsere Hoffnung ist verloren; es ist aus mit uns
12 Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich öffne eure Gräber und lasse euch aus euren Gräbern heraufkommen als mein Volk und bringe euch ins Land Israel.  
13 Und ihr werdet erkennen, daß ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch aus euren Gräbern heraufkommen lasse als mein Volk.
14 Und ich gebe meinen Geist in euch, daß ihr lebt, und werde euch in euer Land setzen. Und ihr werdet erkennen, daß ich, der HERR, geredet und es getan habe, spricht der HERR.
Ez. 37, 1-14

   

 

 

 

 


 

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8. Die Zukunft Israels
 

 

  • Die Zukunft Israels wird wunderbar sein. Keinem Volk auf Erden wurden solche Verheissungen zugesagt. Allerdings spricht die Bibel auch davon, dass vorher viel Not über Israel kommt. Ob sie endlich ganz zur Ruhe kommen, wenn Jesus erscheint, der von ihnen erwartete Messias? Ob Er seine Fusse auf den Ölberg setzt (Sach. 14, 4), wenn sie in einer völlig aussichtslosen Notlage sind? Wir werden es sehen. Sein Kommen wird ja überraschend sein.

     

 

 

  • 8.1 Verheissungen

    Gott sagt zu Israel: Ich verwandle eure Trauer in Jubel, tröste und erfreue euch nach eurem Kummer. (Jer. 31, 13b)

     

    Ich pflanze euch ein in eurem Land, und nie mehr werdet ihr ausgerissen. (Am. 9, 15)

     

    Ich, der Ich euch zerstreut habe, werde euch wieder sammeln und hüten, wie ein Hirt seine Herde. ( Jer. 31,10) Ich will euch mehr Gutes erweisen als je zuvor. (Ez. 36, 11c). Auch (5. Mose 30, 5)

     

     

     

     

     

    Ihr werdet in eurem Land wohnen... dort werdet ihr in Sicherheit leben, ihr werdet Hauser bauen und Weinberge anlegen... (Ez. 28, 25-26) Viele Menschen, mein ganzes Volk Israel, lasse Ich zu euch kommen. (Ez. 36,12)

     

     

     

     

     

     

    Meine Gnade wird nie von euch weichen und der Bund meines Friedens nicht wanken, well Ich Erbarmen mit euch habe. (Jes. 54, 10b) Ihr alle werdet Priester des Herrn genannt werden... Was die Volker besitzen, werdet ihr geniessen... Doppelte Schande musstet ihr ertragen..., doppelten Besitz werdet ihr in eurem Land erhalten... Eure Nach kom­men werden bei allen Nationen bekannt sein. Jeder, der sie sieht, wird erkennen: das sind die Nachkommen (der verachteten und verfolgten Juden), die der Herr gesegnet hat. (Jes. 61, 6-9) Man konnte noch lange fortfahren. Beachte, dass diese Bibelzitate in direkte Rede umgewandelt sind. Aber das grösste wird sein, wenn Gott wieder in ihrer Mitte wohnen wird: Juble und freu dich, Tochter Zion; denn siehe, Ich komme und wohne in deiner Mitte. (Sach. 2, 14) und (Ez. 37, 26-27)

     

     

     

     

     

     

     

     

     

 

 

 

 

 

  • 8.2. Zukünftiges

    Jerusalem wird die Hauptstadt der Welt sein, weil Gott dort wohnt. Man wird sie deshalb Thron des Herrn (Jer. 3, 17), Stadt des grossen K6-nigs (Psalm 48, 3) und prächtige Krone (Jes. 62,3) nennen. Alle Volker werden regelmässig hinaufziehen, um den König, den Herrn der Heere (Gott), anzubeten. (Sach. 14,16 und Jes. 66, 23) Und dort holen sie sich Verheisung, um ihre Probleme losen zu können. (Jes. 2, 2-4)

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

 

 

  • 8.3. Gedanken

    Weshalb sollen wir uns mit dem zukünftigen Segen Israels befassen? Weil das jüdische Volk, die Israeli, jetzt unsern Trost und unsere Ermutigung brauchen:

    Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht, dass ihre Schuld beglichen ist. (Jes. 40, 1 -2)

    Gleichzeitig sucht Gott Fürbitter/innen, damit sich die vielen, wunderbaren Verheissungen erfüllen: Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein, bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel. - Auf deine Mauern, Jerusalem, stellte Ich (Gott) Wachter. Weder bei Tag noch bei Nacht dürfen sie schweigen. Ihr, die ihr den Herrn an Zion erinnern sollt, gönnt euch keine Ruhe! Lasst auch Ihm keine Ruhe, bis Er Jerusalem wieder aufbaut, bis Er es auf der ganzen Erde berühmt macht. (Jes. 62,1 und 6-7)
     

  Gedanken / Fragen
   
  • 1. Hast du in diesen sieben Kapiteln Übersicht bekommen
        - über den Plan Gottes mit Israel?
        - über den Segen, der durch Israel zu allen Nationen kam und kommt?

    2. Kannst du mitempfinden, wie einsam und bedrangt Israel jetzt ist?

    3. Kennst du jemanden, den du mit den Worten über die Zukunft Israels ermutigen kannst?

    4. Hast du eine Fürbitte-Berufung für Jerusalem oder für Israel?


 

 

 

 
   
 

4 Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten <liegt>; und der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten zu einem sehr großen Tal, und die <eine> Hälfte des Berges wird nach Norden und seine <andere> Hälfte nach Süden weichen
Sach. 14, 4

 

   
 

 

13 Dann wird die Jungfrau sich erfreuen am Reigen, junge Männer und Greise miteinander. Und ich will ihre Trauer in Freude verwandeln und will sie trösten und erfreuen in ihrem Kummer Jer. 31, 13b

 

  15 Ich pflanze sie in ihr Land ein. Und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott. Am. 9, 15

 

   
 

11 Und ich werde Menschen und Vieh auf euch vermehren, und sie werden sich vermehren und fruchtbar sein; und ich werde euch bewohnt sein lassen wie in euren früheren Zeiten und werde euch Gutes tun mehr als in euren Anfängen. Und ihr werdet erkennen, daß ich der HERR bin.
Ez. 36, 11c

 

5 Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine Väter in Besitz genommen haben, und du wirst es in Besitz nehmen. Und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher werden lassen als deine Väter. 5. Mose 30, 5

   
 

25 So spricht der Herr, HERR: Wenn ich das Haus Israel aus den Völkern sammle, unter die sie zerstreut worden sind, und ich mich an ihnen vor den Augen der Nationen als heilig erweise, dann werden sie in ihrem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe.  
26 Und sie werden in Sicherheit darin wohnen und Häuser bauen und Weinberge pflanzen; und sie werden in Sicherheit wohnen, wenn ich Strafgerichte geübt habe an allen, die sie verachteten aus ihrer Umgebung. Und sie werden erkennen, daß ich der HERR bin, ihr Gott. Ez. 28, 25-26

 

12 Und ich werde Menschen, mein Volk Israel, auf euch gehen lassen, und sie werden dich in Besitz nehmen, und du wirst ihnen zum Erbe sein; und du wirst sie nicht mehr länger kinderlos machen. Ez. 36,12

 

   
 

10 Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.
Jes. 54, 10b

 

6 Ihr aber, ihr werdet Priester des HERRN genannt werden; Diener unseres Gottes wird man zu euch sagen. Ihr werdet den Reichtum der Nationen genießen und mit ihrer Herrlichkeit euch brüsten
7 Weil ihre Schande doppelt war und sie Schmach besaßen als ihr <Erb>teil, darum werden sie in ihrem Land das Doppelte besitzen; ewige Freude wird ihnen <zuteil
8 Denn ich, der HERR, liebe das Recht, ich hasse den Raub mitsamt dem Unrecht. Und ich werde ihnen ihren Lohn in Treue geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen.  
9 Und ihre Nachkommen werden bekanntwerden unter den Nationen und ihre Sprößlinge inmitten der Völker. Alle, die sie sehen, werden erkennen, daß sie Nachkommen sind, die der HERR gesegnet hat. Jes. 61, 6-9

 

14 Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht der HERR. Sach. 2, 14

 

26 Und ich schließe mit ihnen einen Bund des Friedens, ein ewiger Bund wird es mit ihnen sein; den gebe ich ihnen und lasse sie zahlreich werden und setze mein Heiligtum in ihre Mitte für ewig
27 Und meine Wohnung wird über ihnen sein; und ich werde ihnen zum Gott und sie werden mir zum Volk sein. Ez. 37, 26-27

 

 

 

   
 

17 In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron des HERRN nennen, und alle Nationen werden sich zu ihr versammeln wegen des Namens  des HERRN in Jerusalem. Und sie werden nicht mehr der Verstocktheit ihres bösen Herzens folgen. Jer. 3, 17

 

3 ragt schön empor, eine Freude der ganzen Erde; der Berg Zion, im äußersten Norden, die Stadt des großen Königs. Psalm 48, 3

 

3 Und du wirst eine prachtvolle Krone sein in der Hand des HERRN und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes. Jes. 62,3

 

16 Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, die werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. Sach. 14,16

 

23 Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR. Jes. 66, 23

 

 

Das zukünftige Friedensreich

2 Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN feststehen als Haupt der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle Nationen werden zu ihm strömen.  
3 Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, daß er uns aufgrund seiner Wege belehre und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem
4 Und er wird richten zwischen den Nationen und für viele Völker Recht sprechen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht <mehr> wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen. Jes. 2, 2-4

 

 

   
 

 

1 Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott
2 Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihm zu, daß sein Frondienst vollendet, daß seine Schuld abgetragen ist! Denn es hat von der Hand des HERRN das Doppelte empfangen für all seine Sünden. Jes. 40, 1 -2

 

1 Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht ruhen, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie Lichtglanz und sein Heil wie eine Fackel brennt. Jes. 62,1

 

6 Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine
7 und laßt ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem <wieder> aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden! Jes. 62, 6-7

   
 

 

 

 

 

 

 

 

zum Inhaltsverzeichnis

 

 

 

9. Literaturverzeichnis
 

 

 

 


 


 

 

 

 
   
 

 

 

zum Inhaltsverzeichnis

 

 

 

 

                                                                                                  

 

 

  

 

 

 

 

 
6. Impressionen aus dem Land - Israel
   
Segen für Israel und die Welt
 

 

  • Das ist der Wille meines VATERS, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe.

    Johannes 6, 40

  Israel, ein Land, das Ihre Gebete dringend notwendig hat. Israel ist darauf angewiesen, dass wir dieses wunderbare Land Gottes, seinen Augapfel segnen.
Segnen wir Israel, so wird uns unser Gott auch segnen.

 


 

 

 

 
  Israel, ein Land, das Ihre Gebete dringend notwendig hat. Israel ist darauf angewiesen, dass wir dieses wunderbare Land Gottes, seinen Augapfel segnen.
Segnen wir Israel, so wird uns unser Gott auch segnen.
 

 

 

 

IMPRESSIONEN AUS DEM LAND ISRAEL 2010

   
 

 Jerusalem

 

 

 

 

 

Der Regenbogen rund um die Sonne (18.4.2010)

 

Der Baum: am See Genezareth, und im Tal der Wüste Zin

 

Bilder ohne Worte

 

Die Hafenstadt Haifa und Casarea

Die Glockenhöhle von Bar-Kochba

 

 

                                                                                                  

 

 

 

 
 
 
        Israel - aufgepasst, jetzt ändert sich vieles
 
  • Unter dieser Überschrift möchten wir in dieser Info auf die heutigen, außergewöhnlichen Veränderungen eingehen und bedenken, was sie bedeuten konnten. Wir sollen ja die Zeichen der Zeit so deuten, wie wir auch die Wetterlage beurteilen können (Luk.12,54-57).
  • Wir erleben in den Letzten Monaten wie die Weltwährungen, der Dollar und der Euro, zerfallen. Zudem haben sich in vielen Landein der Welt riesige Schuldenberge angehäuft. Da in der globalisierten Welt alle miteinander verbunden sind, werden die Auswirkungen alle treffen. Denken wir daran, dass keine Generation vor uns in so viel Luxus leben konnte wie wir. Wie gebrauchen wir unsere Möglichkeiten?

    In den letzten Monaten haben große Natur Katastrophen die Welt vermehrt heimgesucht: Überschwemmungen und Dürren, Vulkanausbruche und Erdbeben. 1st es Zufall oder hangen sie mit dem modernen Lebensstil und dem Verbrauch unserer Bodenschatze und einem daraus folgendem Klimawandel zusammen? Könnte man das unter dem Gesetz «Saat und Ernte» (Gal. 6,7) einordnen?

    Die Aufstände in vielen, besonders islamischen Landein, traten unerwartet auf. Moderne Technologien haben die Mobilisation der Massen möglich gemacht. Diese vertreiben ihre selbstherrlichen Tyrannen und sprechen von demokratischen Rechten. Aber niederreißen ist leichter als aufbauen. Die bestorganisierten, politischen Gruppierungen in diesen Ländern sind die islamitischen, die den Terror nicht scheuen und der Einführung der Scharia (des islamischen Gesetzes) positiv gegenüberstehen. Recht und Gerechtigkeit scheinen in diesen Ländern nicht in Greifnahe. Konnten diese Entwicklungen auch etwas mit der Haltung zu Israel zu tun haben (1. Mose 12,3)?

    Auch die verurteilenden Stimmen gegen Israel haben weltweit deutlich zugenommen. Mit Schlagworten, die den historischen Tatsachen nicht gerecht werden wird Israel angeklagt und bedroht.

    Kürzlich haben nationale Parlamentarier (grüne und sozialistische) in der Schweiz zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen. Man hort dabei den Slogan aus den 1930er-Jahren: «Kauft nicht bei Juden.» Diese damals oft wiederholte Indoktrination hat zum Holocaust mit 6 Millionen jüdischen Opfern geführt. Sind die jüdischen Menschen weltweit wieder in Gefahr?

 
  • umfrage im Osten

    (Monatliches Einkommen pro Arbeitsstelle im Osten verglichen mit den eigenen Kosten, die eine Per­son, die in Israel einwandern mochte, aufbringen muss.)

   

 

 

Ukraine   Kiew (Hauptstadt)

        

Ukraine  Ternopol (Land)

     


Weißrussland (Land)      

           

Sibirien   (Gross-st.)      

Usbekistan  Taschkent

(Land) 
 

 

Einkommen Lohn

300 Euro

150 Euro
 

140 Euro

200-300 Euro

30 - 100 Euro

30 - 80 Euro


 

Einkommen Pension

200 Euro

100 Euro

 

70 Euro

125-230 Euro

30 - 80 Euro

 

 

Ausreisekosten pro Person

ca. 135 Euro

ca. 180 Euro

 

ca. 105 Euro

ca. 150 Euro

ca 34 Euro

ca. 110 Euro

 

 
  • Erläuterungen:

    Die meisten Einwanderer gehen als Ehepaare, Familien oder Großfamilien. Die Ausreisekosten pro Person übersteigen meistens einen Monatslohn. Das Einkommen wird durch die Lebenskosten in der Regel aufgebraucht. Alle unsere Mitarbeiter bestätigen, dass heute die meisten Einwanderer Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Die Flüge nach Israel aus Großstädten im Osten werden von Israel übernommen.

    Die Beträge, die eine Ausreise ermöglichen, sind für uns im Westen bescheiden.

    Die Einwanderung HEUTE

    Die große Welle von Einwanderern aus den Ländern der früheren Sowjetunion (Über 1 Million) kam nach der Öffnung des Ostblocks und hat sich heute auf eher niedrigem Niveau eingependelt. Kürzlich wurde gelehrt, dass die Einwanderung jüdischer Men­schen in Israel beendet sei. Diejenigen, die noch nicht gekommen sind, konnten ja kommen. Das ist eine Falschinformation.

    Man rechnet mit ca. 20 Millionen einwanderungs-berechtigten Personen nach dem israelischen Ruckkehrgesetz. 5,8 Millionen leben jetzt in Israel. Die große Zahl derjenigen, die noch in der Zerstreuung sind, teilt sich in zwei Gruppen auf: Einerseits wurden viele gerne einwandern, aber sie können nicht. Sie sind auf Hilfe angewiesen. Das betrifft vor allem Juden aus der früheren Sowjet­union, aber auch aus andern Ländern. Anderseits gibt es überall jüdische Menschen, die nicht einwandern wollen aus Angst vor Einwanderungsproblemen (Sprache lernen, Arbeitsplatz finden) oder vor Terrorismus und Krieg. Auch gibt es Gutsituierte, die ihre Situation nicht verändern wollen oder assimiliert sind und ihre jüdischen Wurzeln nicht beachten. Es trifft auch zu, dass in vielen Ländern neue Synagogen gebaut werden. Da man heute die antiisraelischen Stimmen ernst nehmen muss angesichts des vergangenen, schrecklichen Holocaust und die Bibel von Verfolgung (Jägern, Jer. 16.16) spricht, ist die Rückwanderungshilfe dringend.

    Jede/r Bibelgläubige sollte seinen regelmäßigen Beitrag dazu beisteuern.

     
   
 
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
                                                                                                  
 

 

 

 
8. Wichtige Ereignisse - aus Biblischer Perspektive
   
 
 
Entrückung versus Wiederkunft von Jesus Christus
 
   

 

 

 

 
   
 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                  

 

 

 

 

 
 
 
 
Zeiten im Überblick
 
   
 
 

 


 

 

 

 
   
 

 

 

                                                                                                  

 

 
  10. Diverses (über Israel)
 
United Nations    

Man sich wiederum Gedanken zum Frieden der Welt. Sind wir ihm näher gekommen oder eher nicht? - Nachdem die Palästinenser im vergangenen Oktober mit ihrem Begehren auf Vollmitgliedschaft bei der UNO vorerst abgeblitzt waren, gelangten sie Ende Oktober an die UNESCO, eine Unterorganisation der UNO, die sich insbesondere die Verwirklichung des Weltfriedens im kulturellen und bildungsmassigen Bereich zur Aufgabe gemacht hat.

Überwältigende Mehrheit gegen Israel

Was dann geschah, kann nicht anders als Schande aller friedliebenden Menschen auf dieser Welt bezeichnet werden. Bei lediglich fünf Gegenstimmen (USA, Kanada, Deutschland, Holland und Israel) setzte sich eine überwältigende Mehrheit der Nationen dieser Erde (über 100) klar fiir die Vollmitgliedschaft der Palästinenser in der UNESCO ein, bei gut 50 Enthaltungen: All diese Nationen billigten damit letztlich auch das einseitige und daher Israel verachtende Vorgehen der Palästinenser (Israel war nie zu Gesprächen ein-geladen worden)! Doch dieses Ereignis wiegt noch schwerer.

 Die eigenen Friedensziele verraten

Durch ihr Ja zur Vollmitgliedschaft der Palästinenser in der UNESCO billigten letztlich all diese Nationen, was an Mass- und Jihad-Kultur in den palästinensischen Schulbüchern gegen Israel verbreitet wird! Kann man das fassen: Ein Weltgremium, das sich ausgerechnet für Frieden im kulturellen und bildungspolitischen Bereich einsetzen sollte, billigt die bösartige und höchst menschenverachtende Erziehung zum Jihad gegen Israel, zu Selbstmordanschlagen und anderen antisemitischen Untaten in den Schulbüchern von Kindern!

Frieden - auf diese Dreckstour? Nein, und nochmals nein. Wann werden wir Christen erkennen, dass der unerklärliche Mass dieser Welt letztlich nicht Israel meint, sondern den Messias Israels, ohne dessen Einbezug es keinen Frieden geben wird?

Aber nicht unser Plan ist der Masterplan, sondern GOTTES Plan dient dazu, alles zum rechten Zeipunkt zusammen zu führen. Auch wenn schmerzliche Täler durchschritten werden. Doch letztlich läuft alles auf die Wiederkunft Christi hin. Das dürfen wir nicht vergessen.

 Shalom

09.12.2011/REFR

 

 
  Steht in der Bibel geschrieben, dass Israel noch geteilt wird in unserer Zeit? ---- NEIN -----  
  Beten Sie dafür, dass die UNO diese TEILUNG, diesen neue Palästina nicht durchsetzen kann.  
     
  Die Folgen für die Welt werden graphierend sein! - Kathastrophen werden folgen, denn so wird Israel,
der Augapfel GOTTES angetastet in ganz besonderer Art und Weise.
 
     
 

Von Josef Joffe

Wie immer verschwinden große Ereignisse, betrachtet man sie erst genauer, im Wirrwarr von Zufall, ja Beliebigkeit; je stärker die Lupe, desto unordentlicher das Bild. So auch die Teilung Palästinas vor genau 50 Jahren, aus der ein paar Monate später Israel hervorging.

Inbrünstig gewollt hat die Teilung der Jischuw, die politische Institution der Juden in Palästina; inbrünstig gehaßt haben sie die Araber, die auch schon vor dem Unabhängigkeitskrieg 1948/49 zu den Waffen griffen. Doch entschieden hat darüber die Vollversammlung der jungen Vereinten Nationen mit einer Mehrheit, die bis zur letzten Minute offen war.

Die Hauptakteure des Dramas, das sich 7000 Kilometer entfernt in New York abspielte, waren Großbritannien, die USA und ironischerweise auch die Sowjetunion. Keiner von ihnen hatte eindeutige Interessen, alle waren gefangen in Ambivalenzen, die tagtäglich andere taktische Entscheidungen zeugten.

Die versprochene Heimstatt

Am klarsten war noch die Interessenlage der Briten: Sie wollten raus aus Palästina, was immer geschehe. Sie hatten 1917 die Türken geschlagen, die 400 Jahre lang die Herrscher über die Levante waren. Doch ihres Sieges wurden sie nicht froh. Denn sie hatten ein allzu listiges Spiel eingefädelt. Den Juden hatten sie 1917 mit der berühmten Balfour-Erklärung eine „nationale Heimstatt“ versprochen, den Arabern, etwas früher und noch vager, die Gründung eines oder mehrerer arabischer Staaten. Das kühle realpolitische Kalkül in beiden Fällen war das gleiche: die Juden der Welt und die Araber in Nahost als Weltkrieg-I-Verbündete im Krieg gegen Deutschland und die Türkei zu gewinnen. Nach dem Sieg, der Frankreich Syrien/Libanon und England das heutige Israel plus Jordanien als Völkerbunds-Mandate bescherte, fanden aber die Bewohner rasch heraus, daß nicht Staatlichkeit, sondern der klassische Kolonialismus ihr Schicksal sein sollte.

Beiden Seiten boten die Briten Repräsentationsorgane an; die Juden griffen zu, die Araber lehnten ab, weil sie den Zionisten keine Legitimität zugestehen wollten. Es war dies vielleicht der erste große Fehler der arabischen Führung, der den späteren israelischen Außenminister Abba zu dem berühmten Satz veranlaßte: „Noch nie haben die Palästinenser eine Gelegenheit ausgelassen, eine Gelegenheit auszulassen.“ Statt dessen griffen sie zur Waffe – gegen die Juden wie auch die Briten. Blutige Höhepunkte: das Massaker von 60 Juden in Hebron 1929, die „Große Arabische Revolte“ 1936-39, welche die Briten mit äußerster Gewalt unterdrückten.

Nach dem Völkergemetzel 1939-45 begann der Kleinkrieg um Palästina: jeder gegen jeden. Die Araber versuchten die Einwanderung der Juden zu stoppen, die Hitlers Gaskammern überlebt hatten; die Juden versuchten, ihre isolierten Siedlungsflecken auszudehnen. Und die Briten? Sie unterhielten zwar eine 500 000-Mann-Armee und paktierten eher mit den Arabern, um ihren Einfluß in Nahost zu sichern, aber das Ende ihrer Weltmacht war gekommen. Zermürbt von den Attacken der Haganah, der offiziellen Selbsthilfe-Armee der Juden, und dem schieren Terror des Irgun, des rechtsextremen Haganah-Rivalen, beschloß London, das leidige Palästina-Problem in den Schoß der UN zu kippen.

Ihr Dilemma gebar die Halbherzigkeit. „Sie waren nicht willens, Leute zu töten, und noch weniger, ihre eigenen Soldaten dem Tod auszusetzen“ notiert der amerikanische Historiker David Schoenbaum. Und es fehlte ihnen die wirtschaftliche Kraft: Im Februar 1947 gaben sie gleich an drei Fronten auf: Die Amerikaner sollten sich, bitteschön, um Griechenland und die Türkei kümmern, die unter starken sowjetischen Druck geraten waren, die UN um Palästina, und die Inder um sich selbst; das „Kronjuwel“ des Britischen Empire sollte in die Freiheit entlassen werden . . .

Am 31. August 1947 verkündete die UN-Kommission (UNSCOP) ihren Beschluß acht zu drei: nicht Konföderation, sondern Teilung. Dann kam die größte Überraschung. Ausgerechnet Stalin, der sich nach der Abdankung Britanniens große Hoffnungen auf die Durchdringung des Nahen Ostens machte, setzte sich am 13. Oktober ebenfalls für die Teilung ein – wohl kalkulierend, daß er den Jischuw, der von russischstämmigen Sozialisten wie David Ben-Gurion beherrscht wurde, als „Festlandsdegen“ gewinnen könne. Freilich gab Außenminister Gromyko nur moralische Motive zu Protokoll, als er am 27. November in der UN „meine Zuhörer“ daran erinnerte, „daß in dem von Hitlerdeutschland entfachten Krieg die Juden mehr gelitten haben als irgendein anderes Volk.“

Damit war der Ball im amerikanischen Feld. Wohl hatte die Regierung Truman den sowjetischen Aufschlag mit dem gebotenen Mißtrauen quittiert, aber wie konnten sie verweigern, was Moskau unterstützte? Doch war die Administration, ja Truman selbst, zutiefst gespalten. Höhnisch notierte sein Vize-Präsident Wallace: „Truman redet wie ein Jude und handelt wie ein Araber.“ Und Truman, der sich langsam in Richtung Teilung neigte, jammerte: „Heute früh mußte ich feststellen, daß das State Department meine Palästina-Politik konterkariert hat . . . die wollten mir schon immer die Kehle durchschneiden.“ Derweil meldete die CIA: Die Teilung würde die arabische Welt „gegen eine Kooperation mit dem Westen und sie für eine Revolution mit der UdSSR“ aufbringen. Überdies: Da die Araber die stärkeren Bataillone hatten, würden die Juden den Krieg verlieren und Amerika zur Intervention gezwungen werden.

Erst am 26. November begann sich das Blatt zugunsten des pro-zionistischen Lagers zu wenden. Entscheidend war ein Gespräch mit dem späteren israelischen Präsidenten Chaim Weizmann, der endlich zu Truman vorgelassen wurde. Der muß den zögernden Truman so beeindruckt haben, daß dieser das störrische State Department an die kurze Leine nahm. In einer hektischen Telephonaktion wurden mit Druck und süßen Worten Verbündete eingesammelt. Das Abstimmungsresultat: 33 für die Teilung, 13 dagegen, 10 Enthaltungen.

Unvermeidbarer Krieg

Haben die Amerikaner die Schlacht für Israel geschlagen, indem sie die Abhängigkeit ihrer Klienten ausnutzten? Washingtons Macht scheint soviel nicht bewirkt zu haben. Zwei extrem abhängige Staaten, Griechenland und Cuba, votierten mit „Nein“, Schützlinge wie Mexiko, China, Honduras und El Salvador enthielten sich. Die USA „haben nicht allzuviel Druck, wenn überhaupt, ausgeübt“, notierte der UN-Vertreter eines anderen lateinamerikanischen Landes.

Am nächsten Tag brach der Krieg, obwohl noch nicht offiziell, in Palästina aus. Er war wohl unvermeidbar. Den Juden waren drei fast total voneinander getrennte Teilstücke zugestanden worden. Ihr strategisches Interesse lag ebenso auf der Hand wie das der Araber. Was die einen zu einem Ganzen zu arrondieren gedachten, wollten die anderen just wegen der verlockenden geographischen Lage zerschneiden, um die „Juden ins Meer zu treiben“, wie die arabische Propaganda verkündete. Aber erneut kamen die Sowjets und die Amerikaner dem Noch-nicht-Staat Israel zur Hilfe – jeder auf seine Weise.

In Amerika wurden Millionen an Spenden eingesammelt, und diese Dollars vereinten sich harmonisch mit den Bedürfnissen Moskaus und Prags, wo sich im März 1948 die Kommunisten an die Macht geputscht hatten. Stalin setzte noch immer auf die israelische Karte, und die Prager, denen er den Zugang zu den Trögen des Marshall-Plans verboten hatte, brauchten harte Devisen. Von Prag flossen nun endlich die Waffen, die Israel so bitter brauchte, ironischerweise auch viele zurückgelassene Wehrmachtsbestände. Der heutige israelische Präsident Ezer Weizman erinnert sich noch daran, wie er seine ersten Angriffe gegen die Ägypter in einer Me-109 geflogen ist.

Zwar wurde Israel nach der Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 von fast der gesamten arabischen Welt attackiert, aber als 1949 Waffenstillstände geschlossen wurden, waren die Israelis die Sieger. Sie hatten trotz der numerischen arabischen Überlegenheit Westgaliläa und ein großes Stück des Negev erobert, und die Araber hatten nun weniger als ihnen im Teilungsplan zugesprochen worden war. Aber einen Frieden gibt es bis heute nicht, fünfzig Jahre und vier Kriege später.

SZ vom 29.11.1997
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